DIE COMPUTERKOMPATIBLE STENOGRAFIE

Die
Stenografiermaschine ist so aufgebaut, dass bei Bedarf mit jeweils
einem Finger zwei Tasten angeschlagen werden können. Somit ist es
möglich, bis zu 20 Tasten gleichzeitig niederzudrücken.
Die auf der Tastatur fehlenden Buchstaben werden durch die Kombination
mehrerer Tasten gebildet. Pro Anschlag wird mindestens eine Silbe
dargestellt. Mit den Tasten im linken Tastaturbereich wird der Anlaut
einer Silbe, mit den Tasten der unteren Reihe wird der Inlaut einer
Silbe und mit den Tasten im rechten Bereich wird der Auslaut einer
Silbe dargestellt. Zudem gibt es eine Zifferntastenreihe und einige
Sondertasten, die unter anderem für Makros verwendet werden.
Für Vorsilben, für Nachsilben sowie für häufig
vorkommende Wörter und Wortgruppen werden Kürzel benutzt.
Der Stenograf muss aufgrund der Verschlüsselung mehr Tasten
anschlagen, als es bei der Nutzung der Normalschrift notwendig
wäre. Aufgrund der Tatsache, dass der Stenograf für das
gleichzeitige Niederdrücken von beispielsweise zehn Buchstaben
nicht deutlich länger braucht als für das Anschlagen eines
einzelnen Buchstabens, spielt die Zahl der anzuschlagenden Buchstaben
eine untergeordnete Rolle. Entscheidend sind die Zahl der
Anschläge und die Geschwindigkeit, mit der der Stenograf das
Gesagte geistig verarbeiten und in das stenografische Vokabular
umsetzen kann.
Beispiel:
Normalschrift: 82 Anschläge
Meine Damen und Herren! Die Menschen wollen Berechenbarkeit und
Stabilität.
Stenogramm: 15 Anschläge
SBTGDRLAUOIRLMBGDST BGR* -G GDAUOIRLGDN L* BGR- RAUOIBGN BAR -BDT GDRL*
STAB I *LT AOIT E
(Alle Buchstaben zwischen den Leerräumen werden mit
jeweils einem Anschlag geschrieben.)
Bei Verwendung einer
elektronischen Maschine werden die Anschläge in elektronisch
lesbarer Form gespeichert. Mit Hilfe eines langlebigen Spezialakkus ist
ein 24-stündiger netzunabhängiger Betrieb möglich. Die
Maschine arbeitet nahezu geräuschlos.
Wird die Maschine mit einem Computer verbunden, erscheint auf dem
Monitor sofort die langschriftliche Übersetzung. Das Stenogramm
lässt sich gleichzeitig auf einem Papierstreifen, auf einer
Diskette, auf dem maschineninternen Speicher und auf der Festplatte des
Computers sichern. Ist der Computer zum Zeitpunkt der
Stenogrammaufnahme nicht verfügbar, kann das Stenogramm zu einem
späteren Zeitpunkt in die Langschrift übersetzt werden.